23 Oktober 2018 - Europaweite Studie von IPSOS zeigt Expertenmeinungen zu Fruchtsaft

23 Oktober 2018 - Europaweite Studie von IPSOS zeigt Expertenmeinungen zu Fruchtsaft

Beitrag von Carrie Ruxton, Ph.D., zertifizierte Ernährungsberaterin

Das neue Augenmerk, das dem Zucker geschenkt wird, hat den Ruf von vielen Lebensmitteln geschädigt, die früher als gesund galten, wie zum Beispiel Fruchtsaft, Joghurt und Frühstückscerealien. Einige Instanzen vertreten die strikte Ansicht, dass alle Nahrungsquellen mit freiem Zucker, egal ob natürlich oder hinzugesetzt, eingeschränkt werden sollten – andere dagegen haben lebensmittelbasierte Ernährungsempfehlungen verwendet, um den allgemeinen ernährungsspezifischen Nutzen und den Stellenwert von Lebensmitteln in der Ernährung zu betrachten. 

Als natürliche Quelle von Zucker mit etwa 8–9 g pro 100 g bzw. etwa 13 g bei einer Portion von 150 ml wurde Fruchtsaft von der WHO der Kategorie der Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt zugewiesen(1). Jedoch handelt es sich dabei um ein Lebensmittel, dessen Zusammensetzung nicht verändert werden darf, da Fruchtsaft der EU-Richtlinie unterliegt(2) und dem Zuckergehalt der ursprünglichen Fruchtquelle entspricht. Auch darf Fruchtsaft keinen hinzugesetzten Zucker enthalten. In diesem Kontext wurde eine Umfrage in Europa durchgeführt, die erforschen sollte, für wie gesund Ernährungsexperten Fruchtsaft halten und wie sie dessen Stellenwert in der Ernährung einschätzen. 

Methodik

Eine quantitative Online-Umfrage durch das Marktforschungsunternehmen IPSOS wurde von Fruit Juice Matters in Auftrag gegeben. Ernährungsexperten (Allgemeinärzte, Kinderärzte, Ernährungsberater und -wissenschaftler) aus 14 europäischen Ländern wurden mithilfe von strukturierten Fragen interviewt, wodurch die unten aufgeführte Stichprobengröße von 2.099 Personen (391 Ernährungsberater/-wissenschaftler) erzielt wurde. Diese Feldforschung wurde zwischen November und Dezember 2017 durchgeführt. 

Ergebnisse
Ernährungsempfehlungen 

Der Großteil der Ernährungsexperten (> 80 %) spricht Empfehlungen zu Obst und Gemüse aus, darunter ein etwas höherer Anteil der Ernährungsberater/-wissenschaftler und der Gesundheitsdienstleister, die in südeuropäischen Ländern arbeiten. Von den Personen, die eine Empfehlung aussprachen, machte ein Drittel spezifische Angaben zu Fruchtsaft. Nordische Länder hatten den geringsten Prozentsatz an Ernährungsexperten, die Empfehlungen zu Fruchtsaft aussprachen. 

Die Empfehlungen zu Fruchtsaft unterschieden sich stark in Abhängigkeit vom Fachgebiet. Ernährungsberater und -wissenschaftler empfahlen mit höherer Wahrscheinlichkeit „häufig“, dass die Patienten den Verzehr von Fruchtsaft stoppen oder reduzieren sollten (23 %), anstatt diesen zu befürworten (11 %). Im Vergleich dazu empfahlen 12 % der Kinderärzte und 7 % der Allgemeinmediziner regelmäßig die Reduzierung bzw. den Stopp des Verzehrs von Fruchtsaft, wohingegen 17 % bzw. 22 % von ihnen den Verzehr empfahlen. 

Die Hauptgründe für die Empfehlung des Verzehrs von Fruchtsaft umfassten dessen hohen Gehalt an Nährstoffen, insbesondere Vitamin C, sowie, dass dieser den täglichen Obstportionen anzurechnen ist und gesundheitlichen Nutzen bieten kann. Für diejenigen, die sich gegen den Verzehr von Fruchtsaft aussprachen, waren die wichtigsten Bedenken der Zuckergehalt und die Überzeugung, dass sich Fruchtsaft negativ auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels auswirken und das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen würde oder zum Risiko für Übergewicht beitragen könnte. 

Diese Ansichten stehen im Gegensatz zur wissenschaftlichen Evidenz. Beispielsweise berichteten zwei Metaanalysen von randomisierten, kontrollierten Studien(3,4), dass der Verzehr von Fruchtsaft keinen bedeutsamen Einfluss auf den Nüchternglukosespiegel, die Insulinempfindlichkeit oder den glykierten Hämoglobinspiegel hatte. Einer anderen Metaanalyse(5) von prospektiven Kohorten zufolge steht der Verzehr von Fruchtsaft nicht in Zusammenhang mit dem Auftreten von Typ-2-Diabetes (RR= 1,03, p= 0,62). Im Jahr 2015 berichtete das britische Scientific Advisory Committee on Nutrition(6), dass kein bedeutsamer Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fruchtsaft und dem Body-Mass-Index, der Körperfettzusammensetzung oder der Körperfettverteilung besteht. Der Grund für diese Ergebnisse könnte sein, dass der glykämische Index (GI) von Fruchtsaft niedrig bis mäßig ist(7) – bei Orangensaft beispielsweise beträgt dieser 50 im Vergleich zu 43 bei ganzen Orangen.  

Eine vor Kurzem durchgeführte randomisierte Cross-Over-Studie(8) verglich die metabolischen Auswirkungen eines vermehrten Verzehrs von Orangensaft mit dem von mit Zucker gesüßten Getränken und stellte dabei wichtige Unterschiede fest. Zunächst war die Kontrolle des Blutzuckerspiegels im Verlauf des Tages nach zwei Wochen täglichen Verzehrs von Orangensaft besser (bei einer Verzehrmenge von mehr als 1 l pro Tag, was 20 % des täglichen Energiebedarfs entspricht). Außerdem förderte der tägliche Verzehr von Orangensaft aufgrund einer vermehrten Ausscheidung über den Urin eine erhebliche Reduzierung des Harnsäurespiegels im Blut – ein Effekt, der beim täglichen Verzehr von mit Zucker gesüßten Getränken nicht beobachtet wurde. Dies hat Auswirkungen auf die Prävention von Gicht – eine entzündliche Krankheit, für die der Verzehr von Obst und Fruchtsaft verantwortlich gemacht wurde. Weitere Forschungen derselben Forschergruppe(9) ergaben, dass der Verzehr von Orangensaft zusammen mit den Mahlzeiten das Körperfett erheblich reduziert, obwohl dadurch im Verlauf der zweiwöchigen Studie zusätzliche 7.700 kcal aufgenommen wurden. 

Fruchtsaft wurde eher als „gesunde Ergänzung“ zum Verzehr von Obst und Gemüse (67 %) anstatt als „Alternative“ zu diesen Lebensmitteln (46 %) angesehen. Dies stimmt mit der in vielen Ländern herrschenden Ansicht überein, dass eine Portion Fruchtsaft den Zielwerten für den Verzehr von Obst und Gemüse anzurechnen ist. Interessanterweise war die Akzeptanz für die Einstufung als „Alternative“ in nordischen Ländern, deren nationale Ernährungsempfehlungen Fruchtsaft nicht als Anteil der Portionen an Obst einstufen, am höchsten. Jüngere Ernährungsexperten (jünger als 35) waren mit geringerer Wahrscheinlichkeit der Meinung, dass Fruchtsaft eine „Alternative“ zu Obst ist (30 % im Vergleich zu 49 % bei Gesundheitsdienstleistern im Alter über 50 Jahren). 

Verarbeitet oder frisch 

Obwohl frisch gepresster Saft normalerweise als ernährungsphysiologisch besser als verarbeitetem Fruchtsaft angesehen wird, ist dies nicht immer der Fall. So war beispielsweise in einer randomisierten Cross-Over-Studie(10) der Flavanon-Gehalt von verarbeitetem Orangensaft höher als der von frisch gepresstem Orangensaft (58 mg im Vergleich zu 16 mg) und hatte somit eine höhere biologische Verfügbarkeit für die menschlichen Probanden. Des Weiteren sind Carotinoide, Vitamin C und Folat alle in verarbeitetem Orangensaft biologisch verfügbar(11). Studien, die Orangensaft mit ganzen Orangen verglichen, kamen zu dem Ergebnis, dass Carotinoide(12) und Flavanone(13) im Saft eine höhere biologische Verfügbarkeit haben, möglicherweise aufgrund des niedrigeren Gehalts an Ballaststoffen. 

Insgesamt stimmten 70 % der Ernährungsexperten zu, dass verarbeiteter Orangensaft entweder „sehr gut“ oder „recht gut“ ist, jedoch hatten Ernährungsberater und -wissenschaftler eine etwas negativere Meinung als die Mediziner (62 % Zustimmung). Eine Zusammenfassung der Ansichten der Ernährungsexperten zu verarbeitetem Orangensaft findet sich in Abbildung 1. 

Abbildung 1: Zusammenfassung der Ansichten der Ernährungsexperten zu verarbeitetem Orangensaft
Zucker 

Wie in Abbildung 1 dargestellt, glauben 85 % der Gesundheitsdienstleister, dass Fruchtsaft zu einem hohen Anteil von Zucker in der Ernährung beiträgt. Obwohl Fruchtsaft offensichtlich eine Zuckerquelle ist, ist dessen Beitrag zur Gesamtaufnahme relativ moderat im Vergleich zu anderen Quellen, wahrscheinlich da der durchschnittliche Verzehr weniger als 100 ml pro Tag beträgt und die meisten Menschen nicht jeden Tag Fruchtsaft verzehren. Daten aus Europa legen nahe, dass Fruchtsaft 1–12 % des hinzugesetzten/freien Zuckers in der Ernährung(14) liefert, wohingegen die britische National Diet and Nutrition Survey (NDNS) von einem Beitrag von 8 % bei Erwachsenen und 11–14 % bei Kindern berichtete (im Vergleich dazu tragen Zucker, Fruchtkonserven und Süßwaren 16–25 % bei). 

Eine sekundäre Analyse der britischen NDNS(15) ergab, dass Erwachsene, die täglich 1–150 ml Fruchtsaft verzehrten, eine Zuckeraufnahme von 11,9 % der Energiezufuhr hatten – im Vergleich zu 10,6 % bei Nicht-Konsumenten (p<0,05). Jedoch wiesen Teenager eine ähnliche Zuckeraufnahme (14–15 % der Energiezufuhr) auf – unabhängig davon, ob sie täglich bis zu 150 ml Fruchtsaft verzehrten. Dies legt nahe, dass der Verzicht auf Fruchtsaft nicht zu einer niedrigen Zuckeraufnahme führt. In der französischen Umfrage Comportements et Consommations Alimentaires en France(16) betrug die Aufnahme von freiem Zucker 11,3 % der täglichen Energiezufuhr bei Konsumenten von Fruchtsaft im Vergleich zu 8,7 % bei Nicht-Konsumenten, obwohl die Personen, die Saft verzehrten, auch mehr gesüßten Joghurt, Kuchen, Fruchtdesserts, Kekse und Frühstückscerealien verzehrten, die erheblich zur Zuckeraufnahme beigetragen hätten. 

In der Umfrage von IPSOS zeigten sich erhebliche falsche Vorstellungen zur Qualität von Orangensaft. Seltsamerweise waren sich nur 69 % der Befragten sicher, dass Orangensaft ausschließlich enthielt. Jedoch gaben 53 % korrekterweise an, dass diesem kein Zucker hinzugesetzt wurde. Lediglich 33 % wussten, dass Fruchtsaft keine Konservierungsmittel enthält. Ernährungsberater und -wissenschaftler hatten umfangreichere Kenntnisse als die Allgemeinmediziner und Kinderärzte. Bezüglich der bioaktiven Verbindungen gaben nur 30–40 % der Ernährungsexperten korrekterweise an, dass Orangensaft Carotinoide und Flavonoide enthält. Auch hierbei kannten Ernährungsberater und -wissenschaftler die Nährwertzusammensetzung von Fruchtsaft eher als die Mediziner. 

Abbildung 2: Bedenken bezüglich des Nutzens von Fruchtsaft werden durch die falsche Vorstellung, dass Fruchtsaft hinzugesetzten Zucker enthält, beeinflusst

Bedenken bezüglich des Beitrags von Fruchtsaft zur Gesamtzuckeraufnahme und falsche Vorstellungen, dass Fruchtsaft hinzugesetzten Zucker enthält, überschatteten zumeist die positiven Ansichten zu den möglichen gesundheitlichen Nutzen in Zusammenhang mit dem Verzehr von moderaten Mengen. So war es beispielsweise weniger wahrscheinlich, dass die Gesundheitsdienstleister, die die stärksten Ansichten zu Zucker hatten, zustimmten, dass Fruchtsaft eine gute Quelle von Mikronährstoffen ist, Teil einer ausgewogenen Ernährung sein kann oder dass dieser als eine Portion Obst zählt. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Analyse findet sich in Abbildung 2. 

Diskussion

Fruchtsaft, ein Lebensmittel, dessen Fähigkeit, die Aufnahme von Vitamin C und Folat zu fördern, einst aktiv beworben wurde, wird inzwischen aufgrund der vermehrten Aufmerksamkeit, die der Aufnahme von Zucker zuteil wird, argwöhnisch betrachtet. Obwohl der in Fruchtsaft vorkommende Zucker von der WHO als freier Zucker definiert wurde, erkennen mehrere europäische Länder ebenfalls an, dass ein kleines Glas Fruchtsaft Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sein kann und als eine Portion Obst zählt. Bisher haben noch keine Experten den Verzehr von moderaten Mengen an Fruchtsaft in Verbindung mit einer zu hohen Energiezufuhr, dem Auftreten von Übergewicht, Krebs oder Typ-2-Diabetes gebracht. Im Gegenteil: Mehrere randomisierte, kontrollierte Studien unterstützen die Ansicht, dass Fruchtsaft eine neutrale oder positive Auswirkung auf die Gesundheit haben kann(17,18,19). 

Zweifelsohne hat die Einordnung einiger natürlich vorkommender Zucker als „freie Zucker“ die Ansichten von Ernährungsexperten zu Lebensmitteln wie Fruchtsaft beeinflusst. In Großbritannien könnte dies noch einen Schritt weiter gehen, da Public Health England vorgeschlagen hat, den Zucker in Produkten aus pürierten Früchten, Gemüse und Hülsenfrüchten – wie Gemüsesuppen, Hummus, extrudierte Früchte und Tomatenmark – als freie Zucker einzustufen(20). Das überarbeitete Nährwertprofil-Modell würde Fruchtsaft ebenfalls der Kategorie „hoher Fett-, Salz, Zuckergehalt“ zuordnen und dessen Bewerbung einschränken. Dennoch wird Fruchtsaft im Eatwell Guide als Portion Obst aufgeführt, was einige Verwirrung stiften könnte. 

Falsche Vorstellungen in Bezug auf Fruchtsaft können ebenfalls die Ansichten von Ernährungsexperten beeinflussen, da sich mehr als ein Drittel unsicher war oder nicht glaubte, dass die Kennzeichnung Orangensaft bedeutet, dass dessen einzige Zutat Orangensaft ist. Etwa die Hälfte war fälschlicherweise davon überzeugt, dass Zucker hinzugesetzt wurde bzw. sich diesbezüglich unsicher, während sich knapp sieben von zehn Personen nicht bewusst waren, dass Fruchtsaft keine Konservierungsstoffe enthält. Die Ernährungsexperten waren auch bezüglich der glykämischen Auswirkung von Fruchtsaft besorgt. Dies steht im direkten Gegensatz zu den Metaanalysen, die aufzeigen, dass Saft einen ähnlichen glykämischen Index wie ganze Früchte und keine negative Auswirkung auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels hat und zudem kein Risiko für Typ-2-Diabetes darstellt. 

Diese falschen Vorstellungen haben möglicherweise dazu geführt, dass nur ein kleiner Teil der Ernährungsexperten seinen Patienten empfiehlt, Fruchtsaft zu verzehren (10 % der Ernährungsberater/-wissenschaftler und etwa 20 % der Mediziner). Nichtsdestotrotz waren 70 % der Ernährungsexperten der Meinung, dass verarbeiteter Orangensaft „gut“ oder „sehr gut“ ist, und die meisten Gesundheitsdienstleister stimmten zu, dass Fruchtsaft Teil einer ausgewogenen Ernährung sein kann und den Verzehr von Obst ergänzt. 

Schlussfolgerung 

Ernährungsexperten haben unterschiedliche Ansichten bezüglich der Rolle von Fruchtsaft und dessen wahrscheinlicher Auswirkung auf die Gesundheit, was möglicherweise auf falsche Vorstellungen zurückzuführen ist. Bessere Kenntnisse über die Zusammensetzung von Fruchtsaft, insbesondere das Fehlen von hinzugesetztem Zucker oder Konservierungsmitteln, könnte die Meinungen der Gesundheitsdienstleister zu Fruchtsaft ändern. Ein besseres Verständnis der Literatur zu den wahrscheinlichen metabolischen Auswirkungen des regelmäßigen Verzehrs von Fruchtsaft könnte dabei ebenfalls hilfreich sein. 

Dr. Ruxton arbeitet freiberuflich für Fruit Juice Matters, um Inhalte zu erstellen und zur wissenschaftlichen Fachliteratur zu beraten. 

Quellen 

(1) World Health Organization (2015) Guideline: Sugars intake for adults and children. Geneva; World Health Organization. www.who.int/nutrition/ publications/guidelines/sugars_intake/en. 

(2) European Parliament and of the Council (2012) Fruit juice directive. http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ. do?uri=OJ:L:2012:115:0001:0011:EN:PDF. 

(3) Murphy MM et al. (2017) 100% Fruit juice and measures of glucose control and insulin sensitivity: a systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. Journal of Nutritional Science 6 (e59): 1-15. 

(4) Wang B et al. (2014) Effect of fruit juice on glucose control and insulin sensitivity in adults: a meta-analysis of 12 randomized controlled trials. PLoS One 9(4):e95323. 

(5) Xi B. et al. (2014) Intake of fruit juice and incidence of type 2 diabetes: a systematic review and meta- analysis. PLoS ONE 9: e93471. 

(6) SACN (2015) Carbohydrates and health. www.gov.uk/government/ publications/sacn-carbohydrates-and-health-report. 

(7) Atkinson RD et al. (2008) Diabetes Care 2008 Dec; 31(12): 2281-2283. http://care.diabetesjournals.org/content/31/12/2281. 

(8) Büsing F et al. (2018). High intake of orange juice and cola differently affects metabolic risk in healthy subjects; in: Clinical Nutrition; in press. 

(9) Hägele FA et al. (2018) High orange juice consumption with or in-between three meals a day differently affects energy balance in healthy subjects. Nutr Dietet 8: 19. 

(10) Silveira JQ et al. (2014) Pharmacokinetics of flavanone glycosides after ingestion of single doses of fresh-squeezed orange juice versus commercially processed orange juice in healthy humans. J Agric Food Chem 62: 12576-84. 

(11) Franke AA et al. (2005) Bioavailability and antioxidant effects of orange juice components in humans. J Agric Food Chem 53: 5170-8. 

(12) Aschoff JK et al. (2015) Bioavailability of β-cryptoxanthin is greater from pasteurized orange juice than from fresh oranges – a randomized cross- over study. Mol Nutr Food Res 59: 1896-904. 

(13) Aschoff JK et al. (2016) Urinary excretion of Citrus flavanones and their major catabolites after consumption of fresh oranges and pasteurized orange juice: A randomized cross-over study. Mol Nutr Food Res 60: 2602- 2610. 

(14) Azaïs-Braesco V et al. (2017) A review of total & added sugar intakes and dietary sources in Europe. Nutrition Journal 16: 6. 

(15) Gibson S & Ruxton CHS (2016) Fruit juice consumption is associated with intakes of whole fruit and vegetables, as well as non-milk extrinsic sugars: a secondary analysis of the National Diet and Nutrition Survey. Proc Nutr Soc 75 (OCE3): E259. 

(16) Bellisle F et al. (2018) Consumption of 100% Pure Fruit Juice and Dietary Quality in French Adults: Analysis of a Nationally Representative Survey in the Context of the WHO Recommended Limitation of Free Sugars. Nutrients10: pii: E459. 

(17) Ribeiro C et al. (2017) Orange juice allied to a reduced-calorie diet results in weight loss and ameliorates obesity-related biomarkers: A randomized controlled trial. Nutrition 38:13-19. 

(18) Aptekmann NP & Cesar TB (2010) Orange juice improved lipid profile and blood lactate of overweight middle-aged women subjected to aerobic training. Maturitas 67: 343-7. 

(19) Grace KZS et al. (2015) Investigation of cytokines, oxidative stress, metabolic, and inflammatory biomarkers after orange juice consumption by normal and overweight subjects. Food & Nutrition Research 59: 28147. 

(20) Swan GE et al. (2018) A definition of free sugars for the UK. Pub Health Nutr; 21: 1636-1638.