Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft zu Obst, Fruchtsaft und Zucker

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FruitjuicemattersEine Zusammenfassung des Wissenschaftssymposiums von AIJN, das im Oktober 2018 in Brüssel stattfand  


Zucker und Fruchtsaft stehen im Mittelpunkt einer der polarisierendsten Diskussionen über die öffentliche Gesundheit unserer Zeit. Weltweit werden Verbraucher dazu aufgefordert, ihren Obst- und Gemüsekonsum zu erhöhen und gleichzeitig die Aufnahme von sogenannten „freien Zuckern“ zu reduzieren. Dieser Begriff wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geprägt als Bezeichnung für „alle Mono- und Disaccharide, die Lebensmitteln von Herstellern, Köchen oder Verbrauchern hinzugefügt werden, sowie die in Honig, Sirupen und Fruchtsäften natürlich vorkommenden Zucker“. 

Doch was bedeutet das für Fruchtsaft? Lässt die Fokussierung auf einzelne Lebensmittel und Nährstoffe den größeren Zusammenhang einer ganzheitlichen Ernährung außen vor? Und welche Auswirkungen hat dies auf evidenzbasierte allgemeine Gesundheitsempfehlungen? 

Einige der führenden Experten für Ernährung, Stoffwechsel und bioaktive Pflanzenstoffe kamen vor Kurzem in Brüssel zusammen, um den aktuellen Forschungsstand zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Obst- und Fruchtsaftverzehr vorzustellen und gemeinsam zu erörtern. Ihre Präsentationen und Diskussionen zeigen deutlich, wie komplex diese Themen sind. Zudem stellen sie einige der für die Debatte prägenden Annahmen in Frage und lassen vermuten, dass die Vorteile des Fruchtsaftverzehrs gegenüber potenziellen Risiken von Zucker überwiegen.